Corona Positivmeldungen - Quelle: Uni-Kiel, Stichtag: 12.05.2021

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Planung - Pflanzung - Pflege

Obstgarten Bild:Pixabay.comEin jeder weiss es, Obst ist köstlich und gesund. Die Freude ist immer wieder groß, wenn die Saison im Frühjahr mit geschmackvollen Freilanderdbeeren startet. Wenn die Früchte dann noch aus dem eigenen Garten kommen, ist der Genuss gleich doppelt groß. So hat man den Vorteil, zu wissen woher die Früchte kommen und wie sie behandelt wurden. Da auf den Transport und die Lagerung bei eigenen Früchten keine Rücksicht genommen werden muss, kann so immer der optimalste Erntezeitpunkt gewählt werden. Der Geschmack ganz frisch geernteter, sonnengereifer Beeren oder Früchte, direkt von Baum und Strauch ist einfach nicht zu toppen, kein Vergleich zu gekaufter Ware, welche teilweise schon den halben Erdball umrundet hat.

Obst aus dem eigenen Garten ist nicht nur ein Gaumenschmaus, sondern auch eine Augenweide, wenn im Frühjahr die Obstbäume zu blühen beginnen. Ganz nebenbei tut man auch etwas gutes für die Bienen und Insektenwelt, ohne deren Bestäubungsleistung es keine Ernte geben würde. Einige, wenige Pflanzen reichen schon für das Erlebnis aus. es muss ja nicht gleich der komplette Selbstversorgergarten sein. Für jede Größe gibt es etwas, denn auch ein Naschgarten auf kleinem Raum bringt viel Freude und gesunde Früchte auf den Tisch.  Das können schon die Erdbeerpflanzen im Balkonkasten sein. Nicht jeder hat einen riesen Garten. 

Die Planung

Ohne Therorie geht es nicht. So soll der Ratgeber dazu eine Hilfe bieten und das notwendige Basiswissen vermitteln. Die Mühe lohnt sich, schliesslich ist ein Obstgarten eine langfristige Abgelegenheit. anders als ein Gemüsebeet gestaltet man ihn nicht jedes Jahr neu. So ist Geduld gefragt und man sollte sich von Beginn an unbedingt überlegen, welche Obst ubnd Beeren arten für einen die Richtigen sind. Ist man sich grundsätzlich über die Sorte einig, ist es damit noch lange nicht getan. Jetz begint die Qual der Wahl, denn es gibt innerhalb eine Gatung verschiedene Wuchsformen und Standortanforderungen. Das Schöne daran ist, dass - einmal gepflanzt - die meisten Obstgehölze wenig Pflege benötigen und somit die Hauptaufgabe die jährliche Ernte sein wird. 

Zunächst sollte man sich überlegen, welche Früchte innerhalb der Familie besonders beliebt sind. Die Favoriten sind meist sogenanntes Naschobst, welches direkt vom Baum oder Strauch in den Bauch wandern kann.  Gibt es Allergiker, welche die gängigen Sorten aus dem Supermarkt nicht vertragen,  können durchaus mit althergebrachten Sorten wieder glücklich werden. Es gibt Baumschulen, welche sich speziell auf die Kultur alter Arten spezialisiert haben, welche auch Allergiker sehr gut vertragen. Ein weiteres Auswahlkriterium ist die Lagerfähigkeit. Es gibt Sorten, die sich gut einlagern lassen, andere wiederum müssen möglicht frisch genossen werden. Auch reifen nicht alle Früchte zur gleichen Zeit. Durch geschickte Wahl der Sorten kann man die Erntezeit gezielt steuern und auch über die gesamte Gartensaison ernten. Schliesslich ist die Freude am Obstgarten besonders groß, wenn Sie vom Frühsommer bis in den späten Herbst hinein immer frisches Obst verfügbar haben und nicht nur einige Wochen lang, in denen man im Früchtemeer ertrinkt, weil man nicht weis wohin mit der Ernte. 

Überlegen Sie sich auch, was Sie mit der Ernte machen möchten. Soll das Erntegut konserviert und eingemacht oder hauptsächlich frisch genossen werden ?  Nur wenige Früchte sind wirklich lagerfähig, beispielweise Äpfel und Birnen und hier auch nur bestimmte Sorten. Beerenobst lässt sich gut einfrieren oder zu Konfitüre verarbeiten. Wer jedoch den Aufwand des Konservierens scheut und lieber direkt vom Baum oder Strauch in den Mund geniessen will, für den reichen schon wenige kleinere Bäume oder Sträucher. Die Baumschulen haben sich auf diese Zielgruppe eingestellt und bieten speziell für Kübel und Balkon gezüchtete Pflanzen an. Am Besten lässt man sich vor dem Gang zur Kasse nochmals gezielt beraten. 

Hat man Platz in seinem Garten, sollte die Sortenwahl auf Gehölze fallen, welche in Höhe und Ausdehnung an die räumlichen Gegebenheiten angepassst sind. Zur Vorbereitung fertigt man sich am besten eine maßstabgerechte Skizze seines Gartens an und zeichnet sich die gewünschten Bäume und Sträucher ein, damit man den Pflanzabstand nicht zu klein wählt. Die Skizze kann auch wertvolle Dienste für das Gartencenter liefern, um gezielt nochmals nachfragen zu können ob die eigene Planung denn passt. Fotos von den Örtlichkeiten können das Ganze noch ergänzen. Lieber den Pflanzabstand etwas größer wählen als zu klein. Bei Bäumen sollte er immer größer sein, als die zu erwartende Kronenausdehnung. Oft kann man sich beim Kauf nicht so richtig vorstellen, wie groß diese keinen Pflänzchen im Einkaufswagen einmal werden können. Ausreichend Platz für den Wuchs und viel Luft und Licht sond aber wichtig, dasmit de Baum gesund bleibt und die Früchte gut reifen und ihren vollen Geschmack entwickeln können. An dunklen, schlecht durchlüfteten Ecken machen sich gerne Pilzekrankheiten breit. Drum sind Sonnenplätze immer besser. Wer in der Nähe der Grundstücksgrenze pflanzen möchte, muss die gesetzlichen Bestimmungen zum Mindestabstand einhalten. In Schleswig - Holstein weichen die Regeln erheblich von denen anderer Bundesländer ab.

In § 37 NachbG des Nachbarrechts heisst es: 

Bei  Anpflanzungen von über 1,20 m Höhe ist ein solcher Abstand zum Nachbargrundstück einzuhalten, dass für jeden Teil der Anpflanzung der Abstand mindestens ein Drittel seiner Höhe über dem Erdboden beträgt.

Der Abstand wird waagerecht und rechtwinklig zur Grenze gemessen. Das heißt, wenn eine Anpflanzung 3 Meter hoch ist, beträgt in dieser Höhe der vorgeschriebene Abstand zur Grundstücksgrenze 1 Meter. Gemessen wird dabei von der Grenze bis zu denen am nächsten zur Grenze befindlichen Teilen der Anpflanzung  (nicht vom Stamm aus!). Übrigens unterscheidet der Gesetzgeber hier nicht zwischen, Stauden, Sommerblumen oder Gehölzen.

Im Zweifel, damit der neu gepflantze Apfelbaum nicht gleich zum Zankapfel wird, sollte man nochmals bei seiner Gemeinde nachfragen. 


Sind die Fragen geklärt, gibt es noch weitere Kriterien für den optimalen Pflanzenstandort. Vielleicht haben sie noch niemals drüber nachgeacht, so ist jetzt der beste Zeitpunkt. Nicht jeder Platz bietet die gleichen klimatischen Bedingungen. Das jeweilige Mikroklima am Standort beeinflusst, ob es ein schlechte oder gute Ernte gibt. Kommt nicht genug Regen hin, weil der Baum unbedacht vielleicht im Regenschatten einer Mauer gepflanzt wurde, quittiert er dies mit wenig Früchten. Im Extremfall geht er da sogar ein. Andre Stellen mögen evtl. zu windig, kühl und frostgefährdet sein. Eine sonnenbeschiedene Hauswand hingegen kann das optimale Umfeld für den Anbau wärmebedürftiger Früchte, z.B. Kiwis, sein.

Strikte Trennung nicht notwendig

Obstgarten und Ziergarten müssen nicht strikt voneinander getrennt werden. Obstbäume sind ein tolles gestalterisches Element inmitten von Terassen, Rasenflächen und Blumenbeeten. Wie wäre es mal mit etwas Mut zur Lücke und als Alternative zur üblichen grünen Hecke einfach mal Früchte tragende Obstgehölze anpflanzen. Im Gegensatz zur Koniferenhecke wird man für den Mut es mal anders zu machen, im Frühjahr mit bunten Blüten belohnt und im späteren Jahresverlauf mit leckeren Früchten. Wer einen echten Hingucker möchte, der legt sich einfach ein Obstspalier an einer sonnenverwöhnten Hauswand an.  Kiwis oder Weinreben, welche sich um eine Gartenhütte ranken, bieten an heißen Sommertagen gleich mal angenehmen Schatten.

Ist Platz Mangelware ? - Kein Problem !

Es muss nicht immer der Park sein, auch auf kleinem Raum lässt sich den ganzen Sommer über leckeres Obst ernten. Waren füher Hoch - und Halbstammbäume, mit entsprechendem Platzbedarf, weit verbreitet, so hat sich das in den letzten Jahren gewandelt. Mittlerweile wurden die Bäume bei kundigen Lehrern in die Schule geschickt um zu lernen, eher kleinwüchsig zu bleiben. So sollte es kein Problem darstellen, nun auch kleine Sorten zu finden, für die man keine Leiter braucht, um an die Früchte zu kommen. Spindelbäume haben einen hohen Ertrag und eigenen sich hervorragend für eher kleine Gärten. Säulenbäume, eine Zuchtform die schlank gen Himmel wächst, bietet ähnliche Vorteile. Immer häufiger sind "Multibäume" im Handel anzutreffen. Das sind Bäume, bei denen mehrere Obstsorten auf eine Unterlage veredelt wurden, so dass an den Ästen ein- und desselben Baums gleich mehrere Fruchtarten heranreifen, sogar zu verschiedenen Jahreszeiten. 

Kübelbepflanzung

Einen Obstbaum im Blumenkübel ? Warum eigentlich nicht!

Es eröffnet sogar ganz andere Möglichkleiten. Bäume, welche in der kalten Jahreszeit in unseren Breiten erfrieren würden, lassen sich in einem großen Blumenkübel problemlos kultivieren. Im Winter kann man sie ja an einen wärmeren Ort verfrachten. Feigenbäume beispielsweise, sie bilden im Kübel sogar mehr Früchte aus, weil die Wurzeln nicht unbegrenzt wachsen können. Entscheidend ist es, beim Kauf auf Zwergsorten zu achten, welche speziell für Blumenkübel und Terasse gezüchtet wurden. Bei der Pflege im Kübel muss aber verschärft auf die richtige Düngung und Nährstoffversorgung geachtet werden.

Spalierbäume

Bäume als Spalierobst gezogen, sind nicht nur ein toller Blickfang, sondern wachsen auch sehr platzsparend. Beim Spalier werden die Äste entlang eines Spaliergerüstes  geleitet. Der Fachhandel hält die diversesten Formen bereit, vom Fächerspalier bis zum geometrischen Formenspalier ist alles zu finden. Möchte man einen Spalierbaum, so sollte er bereits beim Kauf als Spalierobst erworben werden. Dem Baumschnitt kommt beim Spalierobst eine besondere Beudeutung zu, denn nur richtig geschnitten, wächst er am Spalier entlang in die gewünschte Richtung.  Spalierbäume, besonders Formspaliere, versprechen auf kleinstem Raum zwar hohe Erträge, sind aber auch besonders pflegebedürftig und zeitaufwändig.

Etwas Grundwissen schadet nicht

Das Wurzelwerk

Es sollte einem bewusst sein, das Pflanzen viel Platz benötigen. Das gilt nicht nur für den sichtbaren Teil überirdisch, sondern auch für die Wurzeln in der Erde. Der oberirdiche Teil ist nur ein kleiner Teil des Ganzen. Die Wurzeln breiten sich weit aus, sind quasi die unterirdischen Äste. Ein gesundes wurzelwerk ist nicht nur für die Nährstoffversorgung wichtig, sondern sorgen auch für den nötigen Halt und Stabilität, selbst beim größten Sturm. Über die an den Wurzelenden befindlichen Wurzelhaare nimmt die Pflanze das notwendige Wasser auf. So ist es wichtig. das die Bäume vor allem im äußeren Wurzelbereich genügend Wasser verfügbar haben.

Keine Früchte ohne Bestäubung 

Alle Pflanzen benötigen zur Fruchtbildung eine Bestäubung. In den seltesten Fällen erfolgt das durch den Wind, meistens wird der Job durch Insekten erledigt, welche mit dem Frühlingsbeginn durch den Duft und die üppige Blütenpracht der Bäume und Sträucher dazu ermuntert werden. Obwohl die meisten Bäume weibliche und männliche Blütenteile in einer Blüte tragen, schaffen sie es nicht sich selbst zu bestäuben, schon garnicht wenn bei einigen Sorten beides getrennt in verschiedenen Blüten heranwächst. Ohne die fliegenden Helferlein geht nicht viel. Bedingt durch Klimawandel und intensiven Chemieeinsatz in der Landwirtschaft hat sich der Insektenbestand leider dramatisch reduziert. Als Hobbygärtner sollte man deshalb im eigenen Garten auf die chemische Keule verzichten und alles daran setzen, dass sich die Insekten besonders wohl fühlen. Sie werden es einem mit einer fleissigen Bestäubungsarbeit danken, welche zu vielen leckeren Früchten führt. Unterscheiden wird zwischen selbstfruchtbaren und nicht selbstfruchtbaren Bäumen, welche mit dem Pollen andere sorten bestäubt werden müssen. Das is wichtig bei der Planung seiner Pflanzung. Zur zweiten Gattung gehören neben Birne und Apfel die meisten Süßkirschensorten und einige Pflaumen. Bie nicht selbstfruchtenden Pflanzen muss immer eine zweite Pflanze in der Nähe sein. Hat man das nicht in seinem eigenen Garten, so sollte man drauf achten, daß von seiner Wunschsorte ein passender Befruchter in Nachbars Garten vorhanden ist. Dabei ist natürlich wichtig auf die Blütezeit zu achten, damit die Blüten auch zeitgleich geöffnet und für eine Bestäubung empfangsbereit sind. Wenn Nachbars Apfel zur gleichen Zeit mit seiner Blütenpracht glänzt, wie der eigene Baum im Garten, sollten die Voraussetzungen dafür gegeben sein.

Sorten und Züchtungen

In vielerlei Hinsicht unterscheiden sich die Obstsorten in Geschmack, Farbe und Größe der Früchte, aber auch in Eigenschaften, welche nicht gleich ersichtlich sind. Das hängt davon ab, worauf der Pflanzenzüchter sein Hauptaugenmerk gelegt hat. Wichtige Kriterien sind beispielsweise Lagerfähigkeit, Schädlingsresistenz und Entezeitpunkt. Alle Sorten enthalten auch Allergene, welche von Pflanzenbestandteilen in Schach gehalten werden . Zu Gunsten langer Lagerfähigkeit wurde die fruchteigene Abwehrarmee oft weggezüchtet.  So reagieren immer mehr Menschen allergisch auf die Supermarktsorten. Drum erleben alte Sorten gerade ein regelrechtes Comeback. Sie haben nicht nur den Vorteil, die Abwehrramee noch in sich zu tragen,sondern sind auch bestens an das Klima in unseren Regionen angepasst. Köstlicher schmecken sie meist auch noch, als die modernen Züchtungen. Die Sortenvielfalt ist nach wie vor groß. Als Gartenbesitzer empfielt es sich, verschärft bei der Auswahl wieder auf die Klassiker zu setzen.

Veredlung

Die meisten käuflich erhältlichen Beerenstämmchen und Obstbäume sind veredelte Sorten. Das bedeutet, es sind zwei verschiedene Pflanzen, welche vom Züchter dazu gebracht wurden zusammen zu wachsen. Die Edelsorte ist in der Regel die, welche die Äste und Früchte ausbildet, die andere, welche ihre Stärken in der Wurzelbildung hat.  Das Verfahren nennt man aufpfropfen. Veredlung ist in sofern wichtig, damit die in jahrelanger Züchtungsarbeit herausgezüchteten Eigenschaften erhalten bleiben. Bei natürlicher Vermehrung würden sich recht schnell wieder die ursprünglichen Eigenschaften der Pflanzen einstellen bei dem nicht mehr vorhergesagt werden kann wie das Ernteergebnis ist. Durch die vegetative Vermehrung der Baumschulen bleiben jedoch die typischen Eigenschaften einer Zuchtsorte erhalten. Die Wahl der Unterlage durch den Züchter ist dabei ebenso wichtig, wie die der fruchttragenen Edelsorte, denn sie bestimmt die Wuchshöhe und spätere Wuchshöhe des Baumes.   In den letzten Jahren wurde bei der Züchtung viele kleinwüchsige Unterlagen geschaffen, so dass sogar Birne und Kirsche im Pflanzkübel auf Balkon oder Terasse gut gedeihen können. Wer sich darin tiefer einarbeiten möchte, für den gibt es Kurse, in denen das entsprechene Wissen vermittelt wird.


Spindelbäume

Sie sind die moderne Form der Obstbäume und eine Antwort der Pflanzenzüchter auf die aktuellen Bedürfnisse der Hobbygärtner. Spindelbäume sind auf besonders schwachwachsenden Unterlagen veredelt und tragen meist schon im ersten Standjahr. Aufgrund der geringen Wuchshöhe lassen sich die Früchte bei dieser Baumart recht leicht ernten. Die Wuchshöhe endet meistens schon bei ca. 3 Metern, bei einem Stamm von nur 40-60 cm. Es reicht ein Pflanzabstand von nur 2-3 Metern. sogar in Kübeln auf dem Balkon wachsen sie recht gut. Sie eignen sich hervorragend zum anlegen einer Obstbaumhecke oder als Spalierobst. Als Baumhecke sind sie eine besondere Augenweide bei der Obstblüte im Frühjahr. 

Säulenbäume

das sind niedrige und sehr schmal wachsende Bäume für besonders enge Räumlichkeiten. Aufgrund ihrer Wuchsart reicht hier nämlich schon ein Pflanzenabstand von nur 60 cm. Die Früchte wachsen direkt am Leitspieß. Ertragswunder sind sie deshalb nicht. Sie erfreuen eher die Augen als den Gaumen.

Buschbäume

Mit nur 40 - 60 cm haben sie eine recht geringe Stammhöhe und werden nur bis zu 4 Metern hoch. Sie sind für kleine Gärten gut geeeignet, schon deshalb weil sie eine kleine Kronenausdehnung haben.

Halbstämme

Das sind die traditionellen Baumformen. Mit einer Stammhöhe von bis zu 1,2 Metern können sie bis zu 12 Metern hoch werden. Der Pflanzabstand ist entsprechend und sollte bei 7 Metern gewählt werden. 

Hochstämme

Neben den Halbstämmen gehören sie zu den traditionellen Baumformen. Früher verschönerten viele Hochstämme als Allenbegrenzung oder auf Streuobstwiesen die Landschaft. Leider sind sie zu Gunsten der zuvor beschriebene Sorten eher seltener geworden. Die Stämme wachsen bis zu 1,8 Metern und der Größenwuchs endet erst bei ca. 15 Metern. Sie benötigen einen großen Pflanzabstand von mindestens 10 Metern. Hochstammbäume machen sich hervorragend als schattenpendene Solitärbüme in großen, weitläufigen  Gärten.


Überlegt, geplant und nun steht fest wohin die Reise mit dem eigenen Obstgarten gehen soll ? Na prima, dann kann es ja los gehen, auf in den nächsten Fachmarkt, Pflanzen beschaffen. Dabei hat man die Wahl zwischen Containerpflanzen oder wurzelnackter Ware. Bei letzteren wurde die Erde größtenteils aus den Wurzeln entfernt. Diese Jungbäumchen eignen sich nur für die Pflanzung in der Ruhezeit, also von November bis März. Beim Kauf müssen die Wurzeln permanent feucht gehalten werden und schnell ihren Weg in die Erde finden. Unproblematischer ist da die Containerware mit Wurzelballen. Diese können so an frostfreien Tagen fast ganzjährig gepflantzt werden. Die Sortenauswahl ist bei Containerware aber merklich kleiner. Die besten Pflanzresultate werden erfahrungsgemäß bei Anpflanzungen im Spätherbst, natürlich an frostfreien Tagen, erzielt. Das gilt aber nicht generell. Besonders kälteempfindliche Sorten, wie beispielsweise Nektarinen mögen  es lieber im Frühjahr gepflanzt zu werden.

Pflanzen erworben

Nun ist richtiges anpflanzen angesagt. Zuerst geht es mal den Unkräutern an den Kragen. Befreien sie die Pflanzstelle gründlich vom unerwünschten Kraut und heben ein sehr großzügig bemessenes Pflanzloch aus. Es sollte doppelt so groß und tief sein wie der Wurzelballen. Die Erde der Seitenwände und den Boden des Lochs gründlich auflockern. Das ist besonders bei Spindelbüschen wichtig, weil deren Wurzeln eher oberflächlich und schwach wachsen. Schneiden sie beschädigte Wurzeln mit einer scharfen Gartenschere zurück. Um dem Wind trotzen zu können, empfiehlt sich ein Stützpfahl für die junge Pflanze. Ist das Bäumchen angewachsen, bedeutet es nicht, den Stützpfahl wieder netfernen zu können. Besonders Spindelbäume brauchen dieses Stützkorsett ihr gesamtes Leben lang. Um nicht das Wurzelwerk des Neuankömmlings zu verletzen, unbedingt den Stützpfahl zuerst einschlagen. Ist es vollbracht, halten Sie die junge Pflanze in die Grube und an den Stützpfahl, aber nur so tief, dass die Veredlungsstelle über dem Boden bleibt. Jetzt füllen Sie das Pflanzloch wieder mit dem Aushub auf.  Die Erde um das Pflanzloch dabei in regelmäßigen Abständen fest treten. Zu guter Letzt noch den jungen Baum mit natürlichem Bindematerial, beispielsweise Sisal, an seinen Stützpfahl befestigen. Nicht zu stramm binden, denn der Stamm, welcher noch kräftig wächst, darf sich nicht am Pfahl reiben. Zum Schluss noch kräfig angiessen, Fertig!   

 

   

Rezeptvorschlag

   

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