Corona Positivmeldungen - Quelle: Robert Koch-Institut, Stand: 04.08.2020

Dithmarschen 125 - Flensburg 57 - Herzogtum Lauenburg 280 - Kiel 334 - Lübeck 182 - Neumünster 84 - Nordfriesland 95 - Ostholstein 86 - Pinneberg 658 - Plön 137 - Rendsburg-Eckernförde 279 - Schleswig-Flensburg 165 - Segeberg 357 - Steinburg 189 - Stormarn 466 - Gesamtsumme: 3494 (+27) - Todesfälle: 156 (+-0)
   

Auch mit wenig Erfahrung ist es möglich, selbst Rasen anzulegen. Dabei gilt es, auf den perfekten Aussatzeitpunkt und die richtige Pflege zu achten. Die folgende Anleitung zeigt, wie sich Rasen anlegen lässt – von der Vorbereitung bis zur fertigen Fläche.

Grassamenmischung Bild: Redaktion InfoweltenshBevor es losgeht

Zunächst ist darauf zu achten, dass es für die Aussaat weder zu warm noch zu kalt sein darf. Der Boden sollte idealerweise wärmer als 9 °C und Nachtfröste ausgeschlossen sein. Deshalb am besten im Frühjahr mit der Arbeit am neuen Rasen beginnen.

Bevor man startet gilt es,  sich für den richtigen Rasentyp zu entscheiden. 

  • Zierrasen – der sogenannte englische Rasen ist dicht und grün, aber auch sehr belastungsempfindlich und pflegeintensiv.
  • Strapazierrasen, auch Sport- und Spielrasen genannt, ist belastbar und sehr trittfest.
  • Schattenrasen eignet sich für schattige oder halbschattige Plätze – unter Sträuchern, Bäumen oder auch hinter Gebäuden.
  • Blührasen ist die Blumenwiesenmischung, auf der sich nach wenigen Wochen eine bunte Blumenpracht entfaltet. Das erfreut Bienen und Insekten.
  • Rollrasen ist die teuerste Lösung. Er eignet sich besonders, wenn es mit seinem neuen Rasen sehr schnell gehen soll.

Die Bodenvorbereitung

Der April bietet die besten Klimabedingungen für die Rasen-Neuanlage. Die Mutterbodendecke sollte für die neue Rasenfläche mindestens 15 cm dick sein. Damit der neue Rasen wächst und gedeiht, muss der Boden außerdem ca. 20 cm tief mit einem Spaten, einer Grabegabel oder mit einer Motorhacke umgegraben werden. Steine, Wurzelreste und Unkräuter sollte man entfernen. Es kann gleich die Gelegenheit genutzt werden, um in quasi einem rutsch gleich seinen Boden zu optimieren. Schwere, lehmige Böden mit 2 m³ Flusssand/Quarzsand pro 100 m² Rasenfläche auflockern und in leichte, sandige Böden 8 bis 10 l Rindenhumus je m² einarbeiten. Nach dem Auflockern den Boden möglichst zwei bis drei Wochen ruhen ruhen lassen.

Boden der Rasenfläche einebnen und Kalkgehalt prüfen

Die Arbeitsschritte im Überblick

  • Den zuvor aufgelockerten Boden mit einer Rasenwalze ebnen

  • Kalkgehalt des Bodens prüfen

  • Rasenkante ziehen

So wird es gemacht

Nach dem der Boden aufgelockert wurde im nächsten Arbeitsgang die zukünftige Rasenfläche mit einem Rechen und einer Rasenwalze einebnen, um Staunässe vorzubeugen. Bei kleinen Flächen eignet sich zu diesem Zweck auch ein Brett. Darauf achten, dass die Erde durch die Bearbeitung in Stücke zerkrümelt wird, die kleiner als 1 cm sind. Unbedingt nun mittels Bodentestset überprüfen , wie es um den Kalkgehalt seines Bodens steht. Bei einem pH-Wert unter 5,5 verbessern Sie den Boden mit Rasenkalk (ca. 5 kg/100 m²).

Für eine widerstandsfähige Rasenkante zieht man einfach mit dem Stiel des Rechens an den Rändern der Fläche einen kleinen Graben. In diesen Graben kommt beim aussäen etwas mehr Samen als auf den Rest der Fläche. Anschliessend den Boden gut wässern.

Tipp: Eine Woche vor der Aussaat des Rasensamens Rasendünger (ca. 30 bis 40 g/m²)  in den Boden einarbeiten.

Aussaat der Rasensamen

Die nächsten Arbeitsschritte in der Übersicht

  • Rasensamen gleichmäßig säen
  • Samen einharken und planieren

So wird es gemacht

 
Der ideale Aussattag der Rasensamen ist ein möglichst windstiller Tag. Die Saatmenge beträgt ca. 25 bis 50 g/m². Das kommt auf die Rasensorte an, drum die Packungsanweisung beachten. Ein Streuwagen erleichtert diese Arbeit ungemein, es lassen sich die Samen aber auch per Hand verteilen.  Dies gelingt am einfachsten, indem man das Saatgut mit etwa der gleichen Menge Sand oder gutem, unkrautfreiem Gartenboden mischt. Dann die Aussaatmenge halbieren und einmal längs und einmal quer aussäen.
Damit nichts verweht wird, das Saatgut direkt im Anschluss vorsichtig mit dem Rechen einharken, bis es von einer dünnen Schicht Erde bedeckt ist. Um zu vermeiden, dass sich der Boden zu sehr setzt und nach der Aussaat Unebenheiten aufweist, muss er nun erneut planiert werden. Hier kommt wieder die Rasenwalze oder ein langes Brett zum Einsatz.
 

Boden der Rasenfläche wässern

Den nächsten Arbeitsschritt in der Übersicht

  • Boden wässern und feucht halten

    So wird es gemacht

     
    Ist der Samen im Boden verteilt und gut angedrückt folgt jetzt der nächste Schritt. Nun wird der Boden der neu angelegten Rasenfläche mit einer feinen Brause oder einem Regner bewässert. Es dürfen sich dabei keine Rinnsale und Pfützen bilden. In den ersten drei bis vier Wochen muss der Rasen für ein optimales Anwachsergebis feucht gehalten werden. Hat man alles richtig gemacht wird man nach 8 bis 15 Tagen mit den ersten Halmen belohnt und nach etwa drei Wochen haben schließlich alle Samen ausgetrieben.
    Tipp: Besonders bei Trockenheit ist darauf zu achten, den frischen Rasen morgens und abends regelmäßig zu wässern.
     

    Erster Rasenschnitt



     
     
   

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